Nikon F5 – Höhepunkt einer Ära

Nikon F5

Nikon F5 Höhepunkt einer Ära

Die Nikon F5 von 1996 ist zwei Dinge in einem: Es ist einerseits der Höhepunkt in der Entwicklung der Nikon Spiegelreflexkameras in der Zeit des Analogfilms. Und sie ist gleichzeitig die letzte Kamera Ihrer Art (die nachfolgende Nikon F6 ist nicht mehr wie die Nikon F5 für den Profimarkt bestimmt gewesen ).

Kurz danach endet die lange Karriere des Analogfilms und die Digitalisierung ist danach der letzte Schrei.

Aber was für eine Kamera! Das massive Gehäuse der Nikon F5 ist das Vorbild für die erste digitale Profi-Nikon (Nikon D1) und alle folgenden (bis Nikon D4), die erste Nikon, die die Einstellräder für Zeit und Blende nicht mehr am Objektiv oder als Einstellrad (wie z.B. bei der Nikon F4) hat, sondern das Bedienelement von variablen Drehrädern einführt.

Die erste konfigurierbare Nikon – damals als unglaublich kompliziert angesehen, aber man kannte ja noch keine Digitalkameras und deren Menüs. Die schnellste analoge Spiegelreflex – ein 36er Film ist in bei Bedarf unter 5 Sekunden “verbraucht” (max 8 Bilder/sec) und in 4-6 Sekunden zurückgespult.

Der beste und schnellste Autofokus seiner Zeit. Der erste Belichtungsmesser mit integrierter Bilddatenbank. Belichtungsmessung in Farbe (kann Canon bis heute nicht) mit nahezu perfekter Belichtung. Integrierter Hochformatgriff und -auslöser.

Aber: Schwer! Mit acht Batterien oder dem damals verfügbaren Akkupack ein Biest. Mit Objektiv rund 2,5 bis 3 Kilogramm schwer. Ein Magnesiumgehäuse – wirkt unzerstörbar.

Für das hohe Gewicht aber erstaunlich gut zu halten. Perfekter Griff. Alle Bedienelemente an der richtigen Stelle. Perfekter Sucher. LED Anzeige mit den wichtigsten Informationen, im Dunkeln zu beleuchten (im Gegensatz zur F4, wo man im Dunkeln nicht mehr viel erkennt).

Der Autofokus ist erheblich schneller als bei den meisten Consumer-Nikons von heute und mit 5 Autofokus Sensoren für die meisten Fotografen wohl ausreichend (die F4 hatte nur einen zentralen AF-Sensor).

Sucher Nikon F5 -Foto Elefantentor Berliner Zoo

Das Fotografieren ist sensationell einfach – Film einlegen, durch den Sucher schauen, halb auslösen für Fokus, Auslöser durchdrücken, Foto gemacht, fertig! Der Spiegelschlag ist relativ leise (leiser als bei meiner Nikon FE) und bei Bedarf kann sofort wieder ein Bild machen.

Wer Nikon Objektive hat und noch nie mit einer Profikamera fotografiert hat, wird die Nikon F5 lieben. Für 250-500 Euro bekommt heute man eine Analogkamera, die es mit jeder Consumerkamera mehr als aufnehmen kann.

Mehr technische Details in englischerSprache gibt es hier!

Vergleich Leica M6 mit Fuji X100

Kann man diese zwei Kameras miteinander vergleichen? Eine Filmkamera mit einer digitalen Kamera? Die klassische Leica M6 mit der neusten und erfolgreichsten Kamera von Fuji in 2011, der Fuji X100?

In meinem Vergleich treten an meine Fuji X100 mit einem 22 mm f2.0 Objektiv (= 35 mm entsprechend  Kleinbild) mit der Firmware 1.10 und der schnellsten Sandisk SDHC Karte mit 45 MB/sec (womit die X100 merklich schneller wird) gegen meine Leica M6 (noch mit Leitz Logo) von 1984 mit einem Voigtländer Color Skopar 35mm f2.5 Objektiv.

Warum keine Leica M9 oder Leica M8? Recht einfach: Die habe ich nicht und kann die deswegen auch nicht mit der X100 vergleichen! Weiterlesen

Test Fujifilm Finepix X100: Erste Eindrücke (1)

Fuji Finepix X100

Fuji Finepix X100

Lang erwartet, endlich da! Hier meine ersten Eindrücke von der Fujifilm Finepix X100.

Seit knapp einer Woche habe ich die Finepix X100 im Einsatz. Die Kamera erfüllt die Kriterien, die ich mir für eine Immer-dabei-Kamera gewünscht habe:

  • Hohe Bildqualität (APS-C-Sensorgröße)
  • Lichtstarkes Objektiv (f 2.0) und damit Low-Light Aufnahmen möglich
  • Ein funktionierender optischer oder elektronischer Sucher (!) – im Fall der X100 sogar beides
  • Leichter als eine normale Spiegelreflex – ideal zum Mitnehmen
  • Einstellmöglichkeiten über Wählräder, Hebel und Knöpfe statt über Menüs oder Touchscreens

Weiterlesen

Sigma DP1s Review

Die Sigma DP1s ist eine Digitalkamera, die, wie keine andere Kamera, zwei Seelen in sich hat: Es ist eine Kamera, die eine extrem hohe Bildqualität liefert und eine wunderschöne, sehr eigene Art von Bildern liefert.

Andererseits gibt es eine Unmenge an Designfehlern und Mängeln, die einen sprachlos macht.

Der Foveon Sensor ist in seinem Aufbau bisher einzigartig. Er verwendet eine völlig neue Aufzeichnungstechnologie und ist eher wie ein Film mit mehreren Schichten aufgebaut.

Im Gegensatz zu den üblichen Sensoren bei Digitalkameras, die einen Bayer-Filter verwenden, gibt es für jede Farbe (Rot, Grün, Blau) beim Foveon Sensor eine vollständige Sensorschicht.

Weiterlesen